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Samstag, 29. Juni 2013
Vorstand der Mühlenkreiskliniken freut sich über den zweiten positiven Jahresabschluss

Von Christian Busse
Kreis Minden-Lübbecke (WB). Im zweiten Jahr in Folge haben die Mühlenkreiskliniken Gewinn gemacht. 2012 machte der Konzern ein Plus von 2,4 Millionen Euro. Mit dem Gewinn wird das Eigenkapital auf 5,5 Millionen Euro angehoben. Allerdings drückt den Konzern noch eine Schuldenlast in Höhe von 221,2 Millionen Euro.

Ende 2008 standen die Mühlenkreiskliniken kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. »Der Konzern war am Ende«, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Bracht bei der Jahrespressekonferenz. 2008 machten die MKK 30 Millionen Euro Verlust, 2009 noch 15,9 Millionen.

Jetzt – vier Jahre später und nach zwei positiven Jahresabschlüssen – hofft die Unternehmensführung den Wandel geschafft zu haben. Mehr noch, sie sieht sich als Vorreiter im Krankenhaussektor in Deutschland: »Wir schultern die Neubaufinanzierung für das Johannes-Wesling-Klinikum. Das haben andere Standorte in Deutschland noch vor sich«, sagt Dr. Matthias Bracht. Er spielt damit darauf an, dass früher die Investitionen in die Kliniken von den Ländern und nicht aus den Beiträgen der Krankenversicherten finanziert wurden. Und bereits jetzt ist nach Angaben des Vorstandschefs jedes vierte Krankenhaus in Deutschland defizitär. »Die Lage auf dem Krankenhausmarkt spitzt sich zu. Andere Krankenhäuser werden in Zukunft vor dem gleichen Problem stehen, wie wir vor vier Jahren.«

Möglich seien die positiven Jahresabschlüsse durch einen Kraftakt aller Mitarbeiter, verbesserten Arbeitsabläufe und einem höheren Umsatz. Dieser sei durch hervorragende medizinische Leistungen, aber auch durch die Ausweitung des Angebots erreicht worden.

Das Ziel des Klinikverbundes ist nach Auskunft des Vorstands nicht, Gewinne zu erwirtschaften. Der Gewinn bleibt im Unternehmen und wird dem Eigenkapital zugeführt. Auch weitere Investitionen werden daraus bezahlt. Der Schuldenberg ist weiterhin hoch. 2012 belief er sich auf 221,2 Millionen Euro (Vorjahr: 217,8 Millionen Euro). Die weitere Erhöhung der Schulden sind durch Investitionen (11,4 Millionen Euro) und weiteren Kosten für den Bau des Johannes-Wesling-Klinikums in Minden vor fünf Jahren entstanden. Wie berichtet hat es Rechtsstreitigkeiten zwischen einzelnen Bauunternehmen und der MKK gegeben, so dass es bis heute keine Endrechnung gibt.

Das Ziel des Vorstandes ist es, den Schuldenstand in den nächsten Jahren zu reduzieren. Allein 8,1 Millionen Euro an Zinsen muss der Konzern derzeit in jedem Jahr zahlen. Sollte die derzeitige Niedrigzinsphase zu Ende gehen, könnte die Zinslast ür den Klinikverbund auch schnell steigen.

Investiert wurde 2012 in allen Standorten: Der Osttrakt des Krankenhauses Bad Oeynhausen wurde umgebaut, Die Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen hat eine neue OP-Abteilung erhalten, in Lübbecke wurde die Endoskopie-Abteilung renoviert und in Rahden der Umbau vorangetrieben. Allein fünf Millionen Euro wurde in ein neues Computersystem investiert. Dies ist notwendig geworden, weil das altes System veraltet und vom Hersteller nun vom Markt genommen wurde. Die Umstellung ist in Lübbecke und Bad Oeynhausen bereits abgeschlossen. In Minden ist das neue System in diesem Jahr eingeführt werden.

© 2013 WESTFALEN-BLATT - Bad Oeynhausener Anzeiger und Tageblatt vom 29.06.2013